Eine gute Nachricht in Kurzform: Ende August/Anfang September war ich ja zum ersten Mal in Kanada beim Zahnarzt, extra den Termin so gelegt, dass ein Teil der Kosten ins alte Schuljahr fällt und ein anderer Teil ins neue. Ich musste ja die Rechnung selbst bezahlen (insgesamt 886$, also ca. 600€) und hatte erwartet, das Geld von zwei verschiedenen Versicherungen erstattet zu bekommen. Der erste Versicherung hat die Praxis direkt die Rechung geschickt und ich bekam nach jedem Termin jeweils einen Scheck in der Post. Für die zweite Versicherung musste ich ein Formular in der Personalabteilung der Uni ausfüllen (weil diese Versicherung mit als Lehrassistent gewährt wird) und habe nun zweieinhalb Monate später mich langsam gefragt, wie ich denn an dieses Teil des Geldes komme. Meine lieben Kommilitonen haben mir das gleich verraten: es kommt mit der Lohnzahlung für meine Lehrassistenzstunden. Habe ich mal den Lohnzettel herausgekramt, den ich ordentlicherweise aufgehoben hatte und siehe da: mitten im dichten Zahlenwald steht ein Betrag, der das Wort Zahn enhält. Und das Geld war schön längst auf meinem Konto.
Nun habe ich mir mal die Zeit genommen, alle Zahlen aufzurechnen, um zu sehen, ob ich wirklich alle Kosten erstattet bekam. Und siehe da, es war der Fall: 886$ auf den Cent genau. Beim nächsten Zahnarztbesuch, kann ich dann etwas beruhigter sein.
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27 November 2008
21 October 2008
ET nach Hause fliegen
Heimat-Flüge zu buchen ist ja eine der lästigen Nebeneffekte des schönen Studentenlebens. Da fliegt das Geld schneller weg, als man kucken kann. Diesmal werde ich ein paar $$ sparen indem ich über die USA fliege. Die Reise wird dadurch ziemlich viel länger und ich hatte auch kaum Auswahlmöglichkeiten für mein Flugdatum. Aber immerhin war der Gesamtpreis geringer als $1000 kanadisch, so dass ich mit meiner Kreditkarte bezahlen konnte.
Ich werde also am 16. Dezember in Deutschland ankommen und am 4. Mai dort wieder abfliegen. Den Flug nach Taiwan von Januar bis April muss ich jetzt noch buchen! Aber das wird ja ab Frankfurt sein, also in Euro bezahlt werden. Noch viel zu tun, viel zu tun!
PS: Die Angelegenheit war so kompliziert, weil die deutschen Webseiten über die ich früher immer Flüge gebucht habe, nur Abflughäfen in Deutschland in der Suche haben. Deswegen musste ich erstmal wieder neue Flugsuch-Webseiten finden.
Ich hätte mir auch den ganzen Kram mit der Kreditkarten sparen können, wenn ich einen Flug mit der Lufthansa gebucht hätte. Das geht auch von Toronto und zurück und man kann mit deutscher Kreditkarten bezahlen. (Oder vielleicht sogar Bankeinzug, die Deutschen sind ja da modern!) Nunja, so habe ich eben eine kanadische Kreditkarte und die wird irgendwann auch mal nützlich sein!
Ich werde also am 16. Dezember in Deutschland ankommen und am 4. Mai dort wieder abfliegen. Den Flug nach Taiwan von Januar bis April muss ich jetzt noch buchen! Aber das wird ja ab Frankfurt sein, also in Euro bezahlt werden. Noch viel zu tun, viel zu tun!
PS: Die Angelegenheit war so kompliziert, weil die deutschen Webseiten über die ich früher immer Flüge gebucht habe, nur Abflughäfen in Deutschland in der Suche haben. Deswegen musste ich erstmal wieder neue Flugsuch-Webseiten finden.
Ich hätte mir auch den ganzen Kram mit der Kreditkarten sparen können, wenn ich einen Flug mit der Lufthansa gebucht hätte. Das geht auch von Toronto und zurück und man kann mit deutscher Kreditkarten bezahlen. (Oder vielleicht sogar Bankeinzug, die Deutschen sind ja da modern!) Nunja, so habe ich eben eine kanadische Kreditkarte und die wird irgendwann auch mal nützlich sein!
16 September 2008
floss it! erste Erfahrungen mit Zahnseide
Hallo Leute und insbesondere liebe Mutti!
nachdem ich ja in meinen ersten Tagen, Wochen, und Monaten zumeist mit Kanada enttäuscht war, weil ich all die schlechten Sachen zuerst gesehen habe. Undichte Fenster und brüchige U-Bahn-Stationen....
Aber als positiv denkender Mensch soll man ja die guten Sachen beider Welten (Heimat und Ferne) verbinden. Hier also ein Bericht über eine Sache, die ich in Nordamerika gut finde. Oder zumindest mal ausprobieren möchte: Zahnseide. Haha, wie spanned, nicht war?
Also, beim letzten Zahnarztbesuch, der ja sehr teuer war, bekam ich eine Rolle Zahnseide geschenkt und einen Zahnseidenspannstab ("floss pick"). Heute habe es beides zum ersten Mal ausprobiert und dabei circa eine Stunde vor dem Spiegel verbracht. Ich denke, dass ich dabei ziemlich erfolgreich war: ich kann mit meinen Fingern und er Zahnseide die Zwischenräume bis zum vierten und fünften Zahn gut reinigen (obere und untere Zähne). Zwischen dem fünften und sechsten Zahn wird es etwas schwierig: unten, weil mir die Finger nass werden und dann die Zahnseide aus den Fingern rutscht; und oben ist es schwierig, weil die Zähne so weit hinten sind. Mit dem floss pick kann ich aber auch die Lücke 5/6 und die Lücke 6/7 prima reinigen. Nummer sieben ist ja jeweils mein letzter Zahn, weil die Weißheitszähne alle weg sind.
Zwischen manchen Zähnen habe ich auch ein paar Speisereste gefunden, so dass ich mein kleines Erfolgerlebnis beim Flossen hatte. Ha, ha! Mal schauen, wie schnell ich es beim nächsten Mal schaffe. Erstmal muss ich mir neue floss sticks kaufen, weil die sind nur zu einmal-Benutzung. Die Zahnseide hingegen sollte 'ne Weile reichen.
Mal schauen, wie lange ich das Flossing durchhalte. Leider ist ja der Erfolg des ganzen schwer messbar. Aber wir tun ja alle unser bestes, nicht war?
nachdem ich ja in meinen ersten Tagen, Wochen, und Monaten zumeist mit Kanada enttäuscht war, weil ich all die schlechten Sachen zuerst gesehen habe. Undichte Fenster und brüchige U-Bahn-Stationen....
Aber als positiv denkender Mensch soll man ja die guten Sachen beider Welten (Heimat und Ferne) verbinden. Hier also ein Bericht über eine Sache, die ich in Nordamerika gut finde. Oder zumindest mal ausprobieren möchte: Zahnseide. Haha, wie spanned, nicht war?
Also, beim letzten Zahnarztbesuch, der ja sehr teuer war, bekam ich eine Rolle Zahnseide geschenkt und einen Zahnseidenspannstab ("floss pick"). Heute habe es beides zum ersten Mal ausprobiert und dabei circa eine Stunde vor dem Spiegel verbracht. Ich denke, dass ich dabei ziemlich erfolgreich war: ich kann mit meinen Fingern und er Zahnseide die Zwischenräume bis zum vierten und fünften Zahn gut reinigen (obere und untere Zähne). Zwischen dem fünften und sechsten Zahn wird es etwas schwierig: unten, weil mir die Finger nass werden und dann die Zahnseide aus den Fingern rutscht; und oben ist es schwierig, weil die Zähne so weit hinten sind. Mit dem floss pick kann ich aber auch die Lücke 5/6 und die Lücke 6/7 prima reinigen. Nummer sieben ist ja jeweils mein letzter Zahn, weil die Weißheitszähne alle weg sind.
Zwischen manchen Zähnen habe ich auch ein paar Speisereste gefunden, so dass ich mein kleines Erfolgerlebnis beim Flossen hatte. Ha, ha! Mal schauen, wie schnell ich es beim nächsten Mal schaffe. Erstmal muss ich mir neue floss sticks kaufen, weil die sind nur zu einmal-Benutzung. Die Zahnseide hingegen sollte 'ne Weile reichen.
Mal schauen, wie lange ich das Flossing durchhalte. Leider ist ja der Erfolg des ganzen schwer messbar. Aber wir tun ja alle unser bestes, nicht war?
22 August 2008
kanadische Zahnärtzte
Seit langem mal wieder ein Bericht auf Deutsch und über kanadisches Leben (und Leiden, in diesem Fall).
Wie ich gehört habe, funktioniert die medizinische Versorgung für Kanadier prinzipielle ähnlich wie in Deutschland: es gibt eine Pflichtversicherung und man kann sich damit kostenlos heilen lassen.
Für uns grad students, andererseits, gibt es eine spezielle Versicherung (genauer gesagt, sogar mehrere), welcher man Artzt-Rechnungen zu schicken kann und die dann (hoffentlich) einen Scheck zurück schickt. So komme ich in die Situation, dass ich vor jedem Artztbesuch erstmal anrufen muss und fragen, wieviel Geld ich wohl mitbringen muss. Bei meinen beiden Zahnartzt-Besuchen waren es jeweils ca. 350 Dollar (ca. 220€), dich ich vorher auf mein Giro-Konto überwiesen habe, damit ich es dann mit Karte bezahlen konnte.
Ansonsten war es beim Zahnartzt ganz ähnlich wie in Deutschland. Da ich zum ersten Mal dort war, hat die Ärtztin alles untersucht, drei Kavitäten gefunden und gleich Termine gemacht, um diese zu beseitigen. Dann bin ich in ein anderes Zimmer, um dort von der Zahnhygenikerin eine Reinigung zu bekommen. Ich glaube, das hatte ich auch schon einmal in Deutschland gemacht: es wird erst abgespült, dann kräftig am Zahnstein gekratzt und dann poliert und fluoridiert.
Dieses erst am Zahnfleisch herumstochern und dann an den Zähen herumkratzen (nachdem das Zahnfleisch schon etwas gereitzt ist), finde ich am unerträglichsten. Bohren und Löcher stopfen ist dagegen ein Kinderspiel.
Jetzt weiß ich auch, was mich bei meinem Besuch beim Erfurter Zahnartzt so gestört hat: dort hat die Assistentin ungefragt mit der Reinigung angefangen (d.h. wild herumgestochert und -gekratzt), bevor ich die Zahnärtztin überhaupt gesehen habe.
Naja, diesmal habe ich schon zwei von drei Löchern gestopft und auch für die erste Behandlung schon den Scheck zurück bekommen.
Allerdings zahlt meine erste Versicherung nur einen Teil jeder Zahnartzt-Rechnung und den andere Teil muss ich zu einer anderen Versicherung tragen. Ich glaube eine von beiden habe ich als Student und die andere als Lehrassistent. Ist schon kompliziert, scheint aber ganz gut zu funktionieren.
Wie ich gehört habe, funktioniert die medizinische Versorgung für Kanadier prinzipielle ähnlich wie in Deutschland: es gibt eine Pflichtversicherung und man kann sich damit kostenlos heilen lassen.
Für uns grad students, andererseits, gibt es eine spezielle Versicherung (genauer gesagt, sogar mehrere), welcher man Artzt-Rechnungen zu schicken kann und die dann (hoffentlich) einen Scheck zurück schickt. So komme ich in die Situation, dass ich vor jedem Artztbesuch erstmal anrufen muss und fragen, wieviel Geld ich wohl mitbringen muss. Bei meinen beiden Zahnartzt-Besuchen waren es jeweils ca. 350 Dollar (ca. 220€), dich ich vorher auf mein Giro-Konto überwiesen habe, damit ich es dann mit Karte bezahlen konnte.
Ansonsten war es beim Zahnartzt ganz ähnlich wie in Deutschland. Da ich zum ersten Mal dort war, hat die Ärtztin alles untersucht, drei Kavitäten gefunden und gleich Termine gemacht, um diese zu beseitigen. Dann bin ich in ein anderes Zimmer, um dort von der Zahnhygenikerin eine Reinigung zu bekommen. Ich glaube, das hatte ich auch schon einmal in Deutschland gemacht: es wird erst abgespült, dann kräftig am Zahnstein gekratzt und dann poliert und fluoridiert.
Dieses erst am Zahnfleisch herumstochern und dann an den Zähen herumkratzen (nachdem das Zahnfleisch schon etwas gereitzt ist), finde ich am unerträglichsten. Bohren und Löcher stopfen ist dagegen ein Kinderspiel.
Jetzt weiß ich auch, was mich bei meinem Besuch beim Erfurter Zahnartzt so gestört hat: dort hat die Assistentin ungefragt mit der Reinigung angefangen (d.h. wild herumgestochert und -gekratzt), bevor ich die Zahnärtztin überhaupt gesehen habe.
Naja, diesmal habe ich schon zwei von drei Löchern gestopft und auch für die erste Behandlung schon den Scheck zurück bekommen.
Allerdings zahlt meine erste Versicherung nur einen Teil jeder Zahnartzt-Rechnung und den andere Teil muss ich zu einer anderen Versicherung tragen. Ich glaube eine von beiden habe ich als Student und die andere als Lehrassistent. Ist schon kompliziert, scheint aber ganz gut zu funktionieren.
16 March 2008
today's trip
why shop at your closest supermarket if you can turn shopping into a long excursion in best weather? I rode my grocercies 17 km this afternoon...
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This time I wanted to ride through Victoria Park (parallel to the subway tracks), but again this path was not yet free from snow. Gotta get back some time.
Comparing this ride to Yesterdays, I find suburbia quite depressing: Eglington Avenue, for example is a quite lively place where even some people walk around (as opposed to driving through), but the street has minimum eight lanes, with parkings on either side this makes for 70 metres distance between opposing façades. This is almost the length of one block in downtown Toronto.
The lake-shore route was much nicer. Maybe next weekend the snow has thawed so that I can ride through some of the parks or ravines.
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This time I wanted to ride through Victoria Park (parallel to the subway tracks), but again this path was not yet free from snow. Gotta get back some time.
Comparing this ride to Yesterdays, I find suburbia quite depressing: Eglington Avenue, for example is a quite lively place where even some people walk around (as opposed to driving through), but the street has minimum eight lanes, with parkings on either side this makes for 70 metres distance between opposing façades. This is almost the length of one block in downtown Toronto.
The lake-shore route was much nicer. Maybe next weekend the snow has thawed so that I can ride through some of the parks or ravines.
15 March 2008
Bicycling is fun
Today's trip along the lake shore
here in small:
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I couldn't ride on the actual bike paths on the lake shore because they were not cleaned from snow. But an eight-lane high-way is as good for me and my bike.
here in small:
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I couldn't ride on the actual bike paths on the lake shore because they were not cleaned from snow. But an eight-lane high-way is as good for me and my bike.
6 December 2007
relief!
Not entirely good news, but at least the removal of some long-lasting uncertainty. So it's at least something less to worry about during the Christmas holidays. Wonder what I am talking about?? Here's the long story.
I talked to the professor who has to decide whether I can waive some of the breadth requirements of the PhD program due to the courses that I already took back in good old Ilmenau. He instantly dismissed all of the math courses (you'll soon see why) as not being eligible and then we talked a lot about the algorithm courses that I wanted to use to waive my theory credit. The material that I had brought was not sufficient, so he kept asking questions which I couldn't answer to his satisfaction either. After all, I had already given him all the material that I had!
Finally it came down to one thing: he wanted to know how difficult the courses were! He said that a graduate course is only taken by the best of all the students who do undergrad courses and those students get much lower marks on the graduate course. Should I have told him that in Germany just the contrary is true? Obligatory courses filter students. Optional courses educate students. (Okay, this was largely exaggerated.)
Result of the meeting: I have to come up with some more supporting evidence that the courses are really hard enough. After all, the mark will go to my official transcript, so I understand that some caution must be taken. (Actually I have to ask whether the mark really goes to the transcript. Because if it doesn't, everything should be quite a bit easier to handle.)
So now why am I relieved nevertheless? There is still some really good news! Just after leaving that prof's office, I went the the grad office and the nice people there told me that my request for course reduction was granted in full extend! So I only have to take six courses overall for the PhD!
Well, it might happen that I still have to take more than six to cover all my breadth requirements. That's the pigeon hole principle reversed: how can I cover six areas with six courses if I am already taking two courses in each of my favourite areas?
So you see, some relief has taken place, but the race is still exciting. He, he.
I talked to the professor who has to decide whether I can waive some of the breadth requirements of the PhD program due to the courses that I already took back in good old Ilmenau. He instantly dismissed all of the math courses (you'll soon see why) as not being eligible and then we talked a lot about the algorithm courses that I wanted to use to waive my theory credit. The material that I had brought was not sufficient, so he kept asking questions which I couldn't answer to his satisfaction either. After all, I had already given him all the material that I had!
Finally it came down to one thing: he wanted to know how difficult the courses were! He said that a graduate course is only taken by the best of all the students who do undergrad courses and those students get much lower marks on the graduate course. Should I have told him that in Germany just the contrary is true? Obligatory courses filter students. Optional courses educate students. (Okay, this was largely exaggerated.)
Result of the meeting: I have to come up with some more supporting evidence that the courses are really hard enough. After all, the mark will go to my official transcript, so I understand that some caution must be taken. (Actually I have to ask whether the mark really goes to the transcript. Because if it doesn't, everything should be quite a bit easier to handle.)
So now why am I relieved nevertheless? There is still some really good news! Just after leaving that prof's office, I went the the grad office and the nice people there told me that my request for course reduction was granted in full extend! So I only have to take six courses overall for the PhD!
Well, it might happen that I still have to take more than six to cover all my breadth requirements. That's the pigeon hole principle reversed: how can I cover six areas with six courses if I am already taking two courses in each of my favourite areas?
So you see, some relief has taken place, but the race is still exciting. He, he.
20 November 2007
ticket to fly / ticket without return
Ich habe meinen grausamen Plan in die Tat umgesetzt und für den 5. Januar ein Ticket ohne Rückflug nach Toronto gebucht. Als Ausgleich für die Familie werde ich dafür schon am Freitag, den 14. Dezember Morgens um 7:25 Uhr in Frankfurt ankommen. Am 5. Januar geht der Flug auch schon sehr früh, so dass ich schon am Freitag, den 4.1. nach Frankfurt fahren muss. (Am Montag drauf habe ich auch schon wieder eine Vorlesung.)
Ich kann jetzt also die Tage bis zum Heimflug zählen. Es gibt bis dahin allerdings noch sehr viel zu tun!
Ich kann jetzt also die Tage bis zum Heimflug zählen. Es gibt bis dahin allerdings noch sehr viel zu tun!
7 November 2007
touch German ground... and run away
hier eine Mitteilung über Flugkonditionen bei der Lufthansa.
Als ich nach Toronto kam, bin ich ab München geflogen, weil es nur von dort aus Economy-Tarif-Flüge gab, die schon Nachmittags in Toronto ankamen. (Zwecks Übernahme Zimmerschlüssel im Wohnheim.)
Lustigerweise geht der Rückflug ab Toronto über Frankfurt nach München. Natürlich möchte ich schon in Frankfurt aussteigen, weil ich von dort schneller nach Hause komme. Anruf bei der Lufthansa erbringt: Dies wird von der Lufthansa nicht unterstützt, weil diese sich strikt an die selbst-ausgedachten Flugkonditionen hält. Ich kann aber versuchen beim Abflug in Toronto die lieben Leute zu bitten mir in Frankfurt mein Gepäck zu geben, so dass ich dort dann einfach wegrennen kann. Wie schön.
Außerdem kann ich zum Preis von 100€ mein Rückflugdatum ändern (je nach Verfügbarkeit von Fügen, die Strecke muss aber ganz genau dieselbe bleiben, also TO - FRA - MUC)). Der Preis mag es wert sein, eine Woche früher nach Hause zu kommen. Und dann hoffentlich auch viele Freunde in Deutschland zu besuchen.
Also, liebe Leute, tragt es Euch schon mal in die Kalender ein! Ha, ha, ha!!!
Als ich nach Toronto kam, bin ich ab München geflogen, weil es nur von dort aus Economy-Tarif-Flüge gab, die schon Nachmittags in Toronto ankamen. (Zwecks Übernahme Zimmerschlüssel im Wohnheim.)
Lustigerweise geht der Rückflug ab Toronto über Frankfurt nach München. Natürlich möchte ich schon in Frankfurt aussteigen, weil ich von dort schneller nach Hause komme. Anruf bei der Lufthansa erbringt: Dies wird von der Lufthansa nicht unterstützt, weil diese sich strikt an die selbst-ausgedachten Flugkonditionen hält. Ich kann aber versuchen beim Abflug in Toronto die lieben Leute zu bitten mir in Frankfurt mein Gepäck zu geben, so dass ich dort dann einfach wegrennen kann. Wie schön.
Außerdem kann ich zum Preis von 100€ mein Rückflugdatum ändern (je nach Verfügbarkeit von Fügen, die Strecke muss aber ganz genau dieselbe bleiben, also TO - FRA - MUC)). Der Preis mag es wert sein, eine Woche früher nach Hause zu kommen. Und dann hoffentlich auch viele Freunde in Deutschland zu besuchen.
Also, liebe Leute, tragt es Euch schon mal in die Kalender ein! Ha, ha, ha!!!
21 September 2007
kanadische Beobachtungen
Hallo Leute,
da ich mich so selten mit Neuigkeiten bei Euch melde, hier einfach mal eine beliebige Auswahl von Sachen. Wer mehr wissen will, darf Skype benutzen. Mein Telefon ist dem Sparfuchs zum Opfer gefallen. Ich versuche nämlich nur allein von meinem Stipendium zu leben. (Und will mal aus Neugier probieren, ob ich auch wieder mal ohne Handy leben kann. Und ohne meinen Laptop mit zu Vorlesungen zu nehmen, wie es so viele andere hier machen.)
da ich mich so selten mit Neuigkeiten bei Euch melde, hier einfach mal eine beliebige Auswahl von Sachen. Wer mehr wissen will, darf Skype benutzen. Mein Telefon ist dem Sparfuchs zum Opfer gefallen. Ich versuche nämlich nur allein von meinem Stipendium zu leben. (Und will mal aus Neugier probieren, ob ich auch wieder mal ohne Handy leben kann. Und ohne meinen Laptop mit zu Vorlesungen zu nehmen, wie es so viele andere hier machen.)
- Toronto erinnert mich in vielen Dingen an Taipei: viele Geschäfte sind Abends bis 9 oder 10 Uhr offen, einige Supermärkte 24 Stunden rundum.
- Die Fußgänger-Ampeln sind bei Grün mit einem Countdown ausgestattet, kurz nach der Null kommen die Autos, so dass sich man immer weiß, ob man es noch 'rüber schafft und falls ja, wie schnell man gehen muss.
- Das Kaufhaus, wo ich am ersten Tag meine Bettwäsche gekauft habe, ähnelte im Stil total demjenigen in den unteren Etagen von Wan-Tings Wohngebäude.
- Genau wie in Taipei gibt es lauter 7-Eleven-Shops und andere so genannte Convenience-Stores, wo man außer dem täglichen Bedarf an Lebensmitteln und einem Geldautomaten auch warme Würstchen, Kaffee-zum-mitnehmen und andere Sachen zum Sofort-Verzehr bekommt.
- Überall gibt es Klima-Anlagen, obwohl es hier überhaupt nicht heiß, sondern nur schön angenehm warm ist. In den Gebäuden hingegen ist es meist zu kühl für kurze Sommerkleidung, so dass ich oft einen Pulli mitnehme, um ihn drinnen anzuziehen. Das finde ich total blöd!
- Es gibt eine große China-Town, gleich hier um die Ecke, wo es nicht nur lauter tolle Chinesische Restaurants und Läden gibt, sondern die Preise auch viel näher am Niveau Taipei, als am Nieveau Toronto sind.
- Außer der China-Town, gibt es aber auch griechische, italienische, koreanische, jüdische und wahrscheinlich noch eine ganze Menge anderer Subkultur-Viertel. Was ich richtig cool finde, ist dass in diesen Vierteln sogar die Straßennamen sowohl in Englisch als auch in der Sprache des Viertels geschrieben (zum Beispiel in chinesischen Schriftzeiche oder in der lustigen griechieschen Schrift) stehen.
- Milch gibt es in Tüten und dann ist sie viel billiger als Tetrapaks.
- in unserer Wohnung, gab es nicht nur einen Reiskocher, der niemandem mehr gehörte, sondern auch einen Wasserkocher und eine Art. Plastik-Milchkanne, in die man die offenen Tüten hinstellt, damit sie aufrecht stehen bleiben und nicht auslaufen. Alle drei habe ich schon saubergemacht und verwende sie jetzt.
- Ich habe schon zwei Mal süße-Soja-Suppe (Taiwanesische Rezept) mit dem Reiskocher gemacht. Das erste Mal musste ich wegwerfen, aber das zweite Mal war total lecker!
- Mit Wegwerf-Besteck werfen die Kanadier fast noch mehr um sich, als die Taiwanesen (dort gibt es zu manchem Fast-food einfach nur einen Zahnstocher, auf dem man die Bröcken aufspiest und isst). Deswegen habe ich die Initiative ergriffen und ein Geschirrtuch zur Besteck-Tasche umgenäht und kann jetzt immer mein eigenes Besteck mitnehmen. Ein richtig gutes Camping-Besteck wollte ich mir ja schon für meine Reisen als Berater zulegen, habe aber nie etwas gutes gefunden. Nun also diese schöne, einfach, umweltfreundliche Lösung. Und die Aufmerksamkeit meiner Mitmenschen ist mir wahrscheinlich garantiert. (Übrigens ist die Informatik-Fakultät jetzt auch umweltfreundlich geworden und statt der Plaste-Becher am Kaffee-Automaten hat jetzt jeder eine persönliche Tasse mit der Aufschrift "Department of Computer Science" bekommen.
- Obwohl Toronto ungefähr so groß wie Berlin ist, gibt es hier nur dreieinhalb U-Bahn-Linien und keine S-Bahn. Wenigstens gibt es in der Innenstadt noch einige Straßenbahnen. Ich wohne auch mitten auf dem Campus und das ist sehr nah am Stadtzentrum (und Hafen), so dass ich bis jetzt noch keine U-Bahn/Tram/Bus gebraucht habe.
- Das bemerkenswerteste am Stadtbild von Toronto ist, dass selbst in City-nahen Bereichen Stadt die Gebäude nur zwei Etagen hoch sind und einen eher kleinstädtischen Character haben (keine durchgehende Fassade mehrere Häuser, unterschiedliche Höhen, ...).
- Genau wie in Taipei, liegen fast alle Straßen in der Stadt auf einem rechtwinkligen Raster entweder Nord-Süd (vom See wegwärts, mit leichter Steigung) oder Ost-West, quasi parallel zum Ufer. Die Ost-West-Straßen werden in der Mitte von der "Yonge-Road" geschnitten und wenn der Straßenname auf beiden Seiten gleich ist, wird die Straße in eine XY East Road und XY West Road geteilt. Die Hausnummern beginnen "in der Mitte" bei Yonge mit 1. Genau wie in Taipei! Scheinbar werden die Hausnummern auch nach laufenden Metern Fassadenlänge vergeben, so dass zwischen zwei größeren Gebäuden meist auch ein Abstand in den Nummern ist. Deswegen sind dreistellige, manchmal sogar vierstellige Hausnummern auch ziemlich normal (viele Straßen behalten ihren Namen über mehrere Kilometer Länge). Yonge Street wird auch als die längste Straße der Welt bezeichnet, weil sie beginnend in Toronto als Highway 11 durch halb Kanada weitergeführt wird und dann 1.896 km lang ist.
- Nun noch eine Sache, die überhaupt nicht wie in Taipei ist und überhaupt nicht wie irgendeine Stadt, die ich kenne. Nahe der Innenstadt verläuft der Verkehr durch einige größere Straßen, die Teil des Rechteck-Rasters sind und in diesen Straßen sind auch viele Geschäfte, so dass es sehr städtisch aussieht. In den kleineren Straßen dazwischen sieht es allerdings überhaupt nicht aus, wie eine Großstadt, sondern eher wie ein total ruhiger Vorort: keine Geschäfte, keine Menschen auf der Straße, nur lauter kleine Wohnhäuser mit Vorgarten, ein paar Bäume. Unglaublich. Das ist vor allem für Radfahrer total schön, weil man dann in der kleinen Straßen parallel zu den großen durch die halbe Stadt fahren kann und den Verkehr nur ab und überquert aber nie neben sich hat. Photos davon muss ich demnächst mal machen.
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